Nürtinger Hochschule stellt Genversuche ein
Von pflaumeNach einer Woche Genfeldbesetzung auf einem Acker in Oberboihingen hat die Nürtinger Hochschule für Wirtschaft und Umwelt bekanntgegeben, die Versuche mit genmanipuliertem Saatgut auf dem Acker nicht wie geplant durchzuführen.
Gentech-Gegner hatten auf dem von der Hochschule gepachteten Feld ein kleines Camp errichtet und angekündet, erst zu gehen, wenn entweder die Versuche eingestellt werden oder eine Aussaat zeitlich nicht mehr in Frage kommt. Bis zu zwei Monate wären Aktivisten bereit, bei den widrigen Bedingungen (Kälte, Wind, Matsch) auszuharren.
Professor Schier, Leiter der Versuche, gab bekannt, sich nur dem Druck der Hochschulleitung gebeugt zu haben. Aus wissenschaftlicher Sicht stünde er jedoch weiterhin hinter den Versuchen.
Auch die Hochschule betont die Wichtigkeit einer freien Forschung.
Kommentar: Forschung ist wichtig, aber sie muss kontrollierbar bleiben. Dies ist bei der Freisetzung genmanipulierter Organismen nicht der Fall. Und frei ist die Forschung auch dann nicht mehr, wenn sie (wie im Fall Nürtingen) von Agrar-Riesen finanziell gefördert wird.
Tags: feldbesetzung, gentechnik, nürtingen, oberboihingen, versuche
10. April 2008 um 11:13
ich bin studentin der hfwu und ich muß sagen das ich zwar für die feldbesetzung war, diese aber auch erhäbliche schäden verursacht hat… ich finde sowas darf nicht ausser acht gelassen werden…
hinzu kommt das die hochschulversuche nicht von einem monsterkonzern finanziert werden sondern sehr viele unterschiedliche versuche stattfinden mit ganz unterschiedlichen zielzetzungen und ganz unterschiedlichen finanziellen unterstützungen… so zb auch versuche im bereich des biolandbaus… bzw versuche von studenten im rahmen ihrer diplomarbeiten (wo einer im letzten jahr zb völlig sinnlos zerstört wurde)…
freiheit für die forschung –> ein absolutes ja
forschung mit GVO’s –> ja auch ein muß
freilandversuche mit GVO’s deren risiken nicht abzuschätzen sind –> bis auf weiters ein definitives nein
das ist meine persönliche meinung
vor allem sollte aber jeder auch mal daran denken dass wir ohne versuche nie das wissen hätten welches wir heute über GVO’s haben.. und das wenige wissen welches wir haben ist wirklich noch sehr gering…
darum bin ich der meinung das die forschung weitergehen muß und auch unterstützt werden sollte…
denn wir sollten die agrarwirtschaftliche situation auch im bezug auf die nächsten 50 jahre (und eigentlich noch weiter) betrachten… und keiner weiß was für problemstellungen noch auf uns zu kommen und ob es vielleicht nicht doch lösungsansätze mit GVO’s geben kann…
und jeder der wenigstens ein bisserl ahnung im bezug auf die konventionelle pflanzenzüchtung und den pflanzenbau hat sollte wissen dass dies prozesse sind die einfach 10-15 jahre dauern…
und hier in der hochschule wird wirklich konstruktiv auf sachlicher und auch wissenschaftlicher ebene diskutiert und auch geforscht…
und ich fände es sehr schlimm wenn die forschung und das streben nach neuen erkenntnissen und wissen auf der strecke bleibt…
denn darum studier ich zb…. um zu neuen erkenntnissen und zu neuem wissen zu erlangen..
und hoffentlich kann auch ich irgendwann mal aktiv einen beitrag zur forschung leisten…
es grüßt alle
die nora