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Nürtinger Hochschule stellt Genversuche ein

Mittwoch, 09. April 2008

Nach einer Woche Genfeldbesetzung auf einem Acker in Oberboihingen hat die Nürtinger Hochschule für Wirtschaft und Umwelt bekanntgegeben, die Versuche mit genmanipuliertem Saatgut auf dem Acker nicht wie geplant durchzuführen.

Gentech-Gegner hatten auf dem von der Hochschule gepachteten Feld ein kleines Camp errichtet und angekündet, erst zu gehen, wenn entweder die Versuche eingestellt werden oder eine Aussaat zeitlich nicht mehr in Frage kommt. Bis zu zwei Monate wären Aktivisten bereit, bei den widrigen Bedingungen (Kälte, Wind, Matsch) auszuharren.

Professor Schier, Leiter der Versuche, gab bekannt, sich nur dem Druck der Hochschulleitung gebeugt zu haben. Aus wissenschaftlicher Sicht stünde er jedoch weiterhin hinter den Versuchen.

Auch die Hochschule betont die Wichtigkeit einer freien Forschung.

Kommentar: Forschung ist wichtig, aber sie muss kontrollierbar bleiben. Dies ist bei der Freisetzung genmanipulierter Organismen nicht der Fall. Und frei ist die Forschung auch dann nicht mehr, wenn sie (wie im Fall Nürtingen) von Agrar-Riesen finanziell gefördert wird.

Aktivisten besetzen Genfelder

Samstag, 05. April 2008

Gestell an dem sich Aktivisten anketten könnenInnerhalb weniger Tage wurden gleich mehrere Felder in Deutschland von Gentechnik-Kritikern besetzt.

Sowohl in Gießen als auch in Oberboihingen (Kreis Esslingen) bauten die Umweltschützer hohe Gerüste auf, an denen sie sich im Falle einer Räumung anketten können. Derzeit sieht es jedoch nicht nach einer Demonstrationsauflösung durch die Polizei aus. Aktivisten munkeln, der Grund für die Akzeptanz der Feldbesetzung sei, dass im Falle einer Gerichtsverhandlung viele Informationen über die geplanten Versuche öffentlich gemacht werden müssten - was den leitenden Professoren sehr unrecht sein könnte.

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